Dienstag, 21. Oktober 2014

"Les choristes" à Lyon...

Diesen Samstag ging es für uns "Kinder des Monsieur Mathieu" (unser Chorleiter heißt Mathieu, wie passend) als "journée de l'intégration" nach Lyon.
Die zweitgrößte Stadt Frankreichs ist von Clermont-Ferrand nur ungefähr zwei Stunden entfernt.


Um 7.30 ging der Bus. Das bedeutete Samstagmorgen um 6 Uhr aufstehen. Darum reichte es am Freitagabend nach dem Kino ("Samba"-neuer Film mit Omar Sy Voilà: der Trailer Absolut sehenswert!) nicht mal mehr für einen Drink.
Die Busfahrt war ideal zum richtig wach werden und in Lyon angekommen, waren wir bereit die Stadt zu erkunden. Zuerst warfen wir einen schnellen Blick in die Basilika Notre-Dame de Fourvièredie sowohl von außen als auch von innen wunderschön ist und die durch den hellen Stein den Gegensatz zu unserer Kathedrale in Clermont bildet.
Danach stiegen wir den kleinen Hügel von Fourvière, auf dem sich die Basilika befindet, hinab in die Altstadt, das Vieux Lyon. 












Vieux Lyon steht seit 1998 unter dem Schutz des UNESCO Kulturerbes, es ist eines der größten erhaltenen Renaissance-Viertel Europas.
Lyon hat den Ruf, die gastronomische Hauptstadt Frankreichs zu sein und besonders in der Altstadt wird einem das in der Gegend um Saint-Jean bei fast jeden Schritt bestätigt. 
Wir konnten uns selbst bei einem dreigängigen Menü im Restaurant "Chez Louise" von der kulinarischen Klasse Lyons überzeugen.

Eine weitere Berühmtheit sind die Traboules. Die gesamte Altstadt ist mit diesen Gängen durchzogen, welche die Innenhöfe verbinden. Eines der Wahrzeichen Lyons findet sich ebenfalls in einer solchen Traboule: Der Tour Rose
Traboules gibt es auch in Croix-Rousse, einem weiteren Stadtteil von Lyon, den wir nach einer aufregenden Metrofahrt erreichten. Croix-Rousse liegt nämlich ebenfalls auf einem der Hügel die Lyon umkreisen. Die steile Fahrt dorthin musste ich rückwärts auf einem abgesessenen, rutschigen Metrositz bestreiten, was volle Körperspannung und Muskelkraft erforderte. 
In Croix-Rousse war eine Foto-Rallye für uns organisiert. Dabei mussten wir in kleinen Gruppen das quartier erkunden und viele lustige Fotos machen. In Croix-Rousse befindet sich auch der berühmte "Gros Caillou", der nicht viel mehr als ein großer Stein ist, der sich aber zu einem Wahrzeichen von Lyon entwickelt hat. 
Nachdem wir als gelungenen Abschluss für einen gelungenen Tag endlich einmal wieder einen Fluss (sowohl die Saône als auch die Rhone fließen durch Lyon) zu Gesicht bekamen, waren wir so glücklich und zufrieden, dass wir die Shopping-Erkundungstour auf unsere nächste (schon geplante) Lyonreise verschoben. 
Lyon wurde schließlich genau wie Rom auch nicht an einem Tag erbaut. 


Samstag, 11. Oktober 2014

Ça va dans le pyjama?

Gestern Abend feierten wir, den beiden Oktoberkindern Catherine und Jule zu Ehren, unsere erste WG-Party.
Das Motto war Pyjama-Party und es wurde wirklich von jedem Gast auf seine eigene Weise umgesetzt.
Die Fotos sprechen für sich.

Danke an alle, die da waren, für den lustigen Abend und diese unvergesslichen Momente!
Und danke natürlich an unsere Jungs für den äußert erotischen Striptease, den ich euch zuliebe hier nicht veröffentlichen werde.

Samstag, 27. September 2014

Des impressions...

Eine kleine Sammlung von den Eindrücken der letzten Tage.


Ohne viel Blabla: Danke an meine Mädels für die letzten Tage! 



Montag, 22. September 2014

Typiquement français...

Dieses Wochenende wurde ganz im französischen Stil gehalten.

Samstagnachmittag waren alle Mädels auf den Geburtstag einer Kommilitonin in die Crêperie "1513" eingeladen. Dort gibt es eine riesige Auswahl an Crêpes und Galettes (herzhafte Crêpes).
Die Entscheidung fällt einem wirklich viel zu schwer und wir gehen definitiv noch sooft hin, dass wir irgendwann alles probiert haben.
Um die angefressenen Kalorien zu verbrennen und weil die Tram so verdammt überfüllt war, liefen wir von der Innenstadt aus zum Rugbystadion des ASM.
ASM ist die Rugbymannschaft von Clermont-Ferrand, die (man höre und staune) auf Platz 1 in der aktuellen Top14 ("Rugby-Bundesliga") steht.
Am Samstag spielte also die Heimmannschaft gegen die Gäste aus Lyon. Das kleine Derby konnten die Clermontois ganz eindeutig (43:12) für sich entscheiden.
Rugby ist in Frankreich nach Fußball die zweitbeliebteste Sportart. Ich hatte vor Samstag noch nie ein Rugbyspiel gesehen und musste mir erstmal die Spielregeln erklären lassen.
Wir hatten billige Stehplätze (14€) gekauft, standen dann aber direkt am Spielfeldrand, hautnah an den Spielern und am schweißtreibenden Match.
Am Anfang war ich ziemlich geschockt von der anscheinenden Brutalität des Spiels aber, wenn der Spielfluss entsteht und man sich auf die Stimmung im Stadion einlässt, kann man richtig feiern.
Rugby hat wie jede andere Sportart seine eigenen Regeln und zu diesen gehört eben eine gewisse Brutalität. Was mir am Rugby gefällt, ist, dass das Spiel außerhalb der zugelassenen Tätigkeiten sehr fair abläuft. Genauso sind die Fans absolut tolerant.
Und am besten gefällt mir persönlich, dass Rugbyspieler echte Männer sind. Obwohl es viel heißer und gefährlicher zugeht als beim Fußball, jammern die Spieler nicht sofort, wenn sie einmal jemand umschmeißt. Unser nächster Besuch im Stadion ist auch schon geplant, dann vielleicht mit einem ebenbürtigen Gegner.



Sonntag widmeten wir den "Journées européennes du patrimoine"(Infos dazu).
Wir entschieden uns mit der Tram (einmalig nur 1,40€ das ganze Wochenende) nach Montferrand zu fahren.
Montferrand ist ein Stadtteil von Clermont-Ferrand.
Dort besuchten wir ein Weingut oder besser gesagt einen Weinbauernhof. Die Familie, der der Hof gehört, öffnete für diesen Tag ihre Pforten und führte die Besucher durch ihr Reich. Besonders eindrucksvoll war definitiv der über 700 Jahre alte Weinkeller, mit eigenem Minibrunnen, der sogar ein Erdbeben (~1700) ausgehalten hat. Der Inhaber zeigte uns unter anderem sein, in Eigenarbeit, liebevoll renoviertes Wohnzimmer. Typisch Mädchen verliebten wir uns, wie die "Wilden Hühner" in die Haushühner Carla (Bruni), Segolene (Royal) und in den leicht verrückt aussehenden Hahn Fabius. Außerdem streichelten wir den Monsterhasen Dédé.
Typisch französische Opis verliebten sich alle anwesenden Rentner in uns. Bei ein paar Gläschen Wein und mit dem Hammer geknackten Nüssen präsentierten sie uns ihre erstaunlich guten Deutschkenntnisse und fragten uns über unser Leben aus.
In diesem entspannten Ambiente und von waschechten Franzosen umgeben, fühlten wir uns richtig wohl und es wurden auch schon erste Adoptionswünsche abgegeben.
Abschließend statteten wir der kleinen Kirche von Montferrand und dem Spielplatz für Kinder 8 Jahre + noch einen Besuch ab.
Insgesamt ein sehr gelungenes Wochenende à la française.

Samstag, 20. September 2014

À la gare...

Ihr versteht nur Bahnhof?

Ok schlechter Wortwitz, aber ja es geht heute um Bahnhöfe.
Auf das Thema bin ich gekommen als ich heute Morgen meinen Freund, der mich für eine Woche besucht hat, zum Bahnhof gebracht habe.
Da stand ich also, Gleis G, mit Tränen in den Augen. Verabschiedete den geliebten Menschen, den ich ein paar Tage zuvor an der gleichen Stelle empfangen, in die Arme geschlossen hatte.
Bahnhöfe bedeuten immer Willkommen und Abschied.
Obwohl Bahnhofsviertel nun wirklich in keiner Stadt zu meinen Lieblingsorten zählen, verbinde ich mit Bahnhöfen immer etwas Schönes.
Bahnhof heißt ich gehe auf Reisen und entdecke Neues. Bahnhof heißt aber auch ich begegne jemandem, empfange oder verabschiede. Freue mich auf das nächste Mal.
Den Bahnhof verbinde ich aber auch immer mit Zug fahren.
Das Zug fahren habe ich letztes Jahr für mich entdeckt als ich öfter am Wochenende von Regensburg nach München gefahren bin. Auf den Zugfahrten hatte ich entweder Zeit mich mit dem Stoff der letzten Uniwoche zu beschäftigen oder nette Mitfahrer kennen zu lernen.
Ich freue mich, dass ich schon bald wieder Zug fahren kann.
Meine Zugreise nach Paris und München in den Herbstferien ist schon gebucht.
Weil ich gerade bei den Reisen bin, wünsche ich an dieser Stelle allen, die für das Oktoberfest angereist sind, oder schon vor Ort waren, den größten Spaß überhaupt.
Ich beneide jeden einzelnen von euch. Also haut das Geld raus und tanzt auf den Tischen.
Ganz besonders freue ich mich auf Wiesngschichten aus der Heimat.

Dienstag, 9. September 2014

Ma première semaine...

Eine Woche bin ich jetzt schon in Clermont.
Diese habe ich mit Stadtbesichtigung, Mitbewohnerinnen begrüßen, Käse kaufen und essen, Bankkonto eröffnen, Wandern, Ikea-Powershopping und Einleben verbracht.
Die WG ist komplett und das Zusammenleben klappt reibungslos.
Das Wetter ist mit 30°C perfekt für den Urlaub.

Jardin Lecoq
La Cathédrale Notre-Dame-de-l´Assomption
Blick auf den Puy de Dôme
Leider geht jetzt die Uni los und der Ernst des Lebens beginnt wieder.
Infos dazu gibt es dann ab nächster Woche, je nachdem wie stressig das Ganze wird.
An alle faulen deutschen Studenten: Genießt die letzten Semesterferienwochen!!!


Samstag, 30. August 2014

Je suis bien arrivée...

Die letzten Tage in meinem geliebten Bayern habe ich pausenlos mit Packen oder Freunde treffen verbracht. Am Donnerstag stopften wir dann alles ins Auto und Freitag ging es ganz früh richtig Frankreich.
Meine Eltern begleiteten mich glücklicherweise. 
Nach 9 Stunden sind wir in Clermont-Ferrand angekommen.
Nachdem wir alles aus dem überladenen Auto in meine Wohnung gebracht hatten, schafften wir es gerade noch zum Essen bevor wir hundemüde ins Bett fielen. 
Gegessen haben wir im Richelieu, das einfache, französische Küche anbietet und wo man gut und relativ günstig essen kann. 

Heute entschieden wir den Puy de Dôme, den bekanntesten der erloschenen Vulkane bei Clermont zu erkunden. Nach zweistündiger Wanderung kamen wir völlig verschwitzt bei strahlendem Sonnenschein auf dem Berg an. 
Der Vulkan ist sehr bekannt, weil dort oben der Naturwissenschaftler Blaise Pascal erstmals den Luftdruck gemessen hat. Außerdem hat man einen tollen Blick über Clermont. 
Und es fliegen viele Paraglider vom Puy de Dôme aus.

Für die Gehfaulen gibt es auf den Puy auch eine Bahn, die im Schneckentempo den Berg heraufkriecht. Mit dieser Bahn sind wir dann herunter gefahren und ich hatte mir irgendwie mehr Achterbahnfeeling erhofft. 

Jetzt lasse ich den Abend mit meinen Eltern noch schön ausklingen, bevor sie morgen wieder die Heimreise antreten. 
Morgen bekomme ich dann auch schon WG-Zuwachs: Meine liebste Marie kommt und ich freu mich auf sie!