Meine Passion.
Jeder von uns kennt diesen Menschen, der sich mit nur einer seiner Eigenschaften beschreiben lässt. Der Clown. Die Sängerin. Der Pianist. Die Shoppingsüchtige. Der Künstler. Die Partyqueen. Der DJ. Die Sportliche.
Manche Menschen finden früh eine Passion, die ihr Leben bestimmt und sie ausmacht. Sie konzentrieren sich ganz auf diese Beschäftigung. Messen ihr unglaubliche Bedeutung bei, verbringen viel Zeit damit und geben viel Geld dafür aus.
Ich glaube ich war noch nie einer dieser Menschen.
Mein erstes Hobby war vermutlich die Musik. Singen, Musikvideos anschauen und nachtanzen, die neusten Hits auswendig lernen, Gitarre spielen. All das waren Dinge, die ich gerne machte und denen ich auch viel Zeit opferte. Ganz zum Leiden meines Gitarrenlehrers war dieses Instrument aber nicht meine einzige Leidenschaft und so kam das Üben oftmals zu kurz.
Ich wollte Volleyball spielen, mich mit Freunden treffen, Serien schauen, Reisen, Sprachen lernen, Schreiben. Ich wollte mehr.
Wie ich in einer Kulturwissenschaftsvorlesungen gelernt habe, gehört ein Mensch vielen verschieden Kollektiven an.
Ich gehöre dem Kollektiv der Antikaffeetrinker, dem der Spaziergänger, dem der High-School-Musical-Forever-Fans an. Und der Ich-trinke-auch-unter-der-Woche-gerne-mal-ein-Bier-zu-viel-Gruppe, der Unikinotruppe, dem Jugendchor, dem Hoch-die-Hände-Wochenende-Kollektiv, den Romantikern, den Gesprächigen und noch vielen mehr.
Ebenfalls aus dieser Vorlesung entnehme ich die Annahme, dass jedes Kollektiv einen bestimmten Platz in einer Hierarchie annimmt. Das heißt manchen dieser Kollektive gehöre ich lieber an als anderen. Und das stimmt auch manchmal.
Ich wäre vielleicht lieber in einer anderen Zeit geboren. Ich hätte es besser gefunden, wenn das Schönheitsideal meiner Generation mehr Fleisch auf den Rippen und weniger Bräune im Gesicht gehabt hätte. Ich wäre lieber in einer Gesellschaft aufgewachsen, die niemanden vorschreibt, so zu sein, wie sie ihn gerne hätte. Will nicht in einer Welt leben, die von Hass, Krieg und Terror geprägt ist. Auch wenn ich gerne würde, kann ich das nicht ändern. Das ist sozusagen mein Schicksalskollektiv.
Doch ich kann versuchen das Positive darin zu sehen. Ich kann es zu meiner Passion machen, das Positive in allem zu sehen. Vielleicht wird aus mir dann doch noch eine Tänzerin, eine Joggerin, eine Horrorfilmguckerin, eine Sushiesserin, eine Katzenliebhaberin und eine Mathematikerin. Oder vielleicht auch nicht.
Aber ich bin überzeugt davon, dass es in unserer Welt mindestens genauso viele gute Menschen wie schlechte gibt. Sogar mehr. Ich will mich nicht damit abfinden, die Bösen gewinnen zu lassen. Auch im echten Leben sollte es ein Happy End geben. Ich werde vielleicht nie eine große Heldin, eine Weltverbesserin, ein Superhirn.
Aber den Titel der Optimistin hol ich mir gerne ab.
Sonntag, 24. Januar 2016
Sonntag, 17. Januar 2016
Danser, c'est comme parler en silence...
C'est dire plein de choses sans dire un mot.
Tanzen- Das ist wie in der Stille reden. Man sagt so viel, ohne auch nur ein Wort zu verlieren.
Ich tanze inmitten einer Menge. Fremde Gesichter. Freundliche Gesichter. Lachen, Freude, Energie.
Wir halten uns an den Händen.
Sie zeigen mir einen Tanz. Ich bekomme die Schritte nicht hin. Spaß habe ich trotzdem. Den Grössten.
Musik. Fremde Lieder. Rhythmische Lieder. Ich verstehe den Text nicht. Egal. Sie motivieren zum Tanzen, zum Bewegen, zum Glücklich sein. Und ich freue mich, dass sie glücklich sein können. Sie haben bestimmt einiges durchgemacht. In diesen sorgenfreien Gesichtern will ich mir das gar nicht vorstellen. Sie sind doch alle noch Kinder. Sollten noch nichts durchgemacht haben, außer vielleicht ihren ersten Liebeskummer.
Fast zwei Stunden tanzen wir und haben Spaß zusammen. Gerade erst kennengelernt. Gerade mal zwei Worte gewechselt. Haben keine Ahnung, was der andere bisher erlebt hat. Was den anderen beschäftigt. Und trotzdem halten wir uns an den Händen. Lachen einander zu. Tanzen miteinander. Keiner schämt sich, keiner versteckt sich. Alle tanzen wir so, wie wir es wollen. Sind glücklich. Zusammen.
So einfach ist das.
Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob diese Kinder jetzt aus Syrien, Afghanistan oder Deutschland kommen.
Sie haben ein Recht darauf, Kinder sein zu können und sorgenfrei zu tanzen. Genauso wie ich es hatte. Genauso wie ich durch Pfützen tanzen durfte und Schneeengel machen konnte. Sie haben das Recht darauf bei ihrer Familie zu sein und bei ihnen aufzuwachsen. Sie haben das Recht auf eine Kindheit. Niemand darf ihnen diese rauben. Niemand hat das Recht ihren Eltern das Privileg zu entziehen, ihre Kinder aufwachsen zu sehen.
Ich bin so froh, dass es in Regensburg Menschen gibt, die sich für die Rechte der jungen Flüchtlinge aus Krisengebieten einsetzen. Ich bin froh, dass es Gruppen gibt, die sich den Jungs annehmen und ihnen zeigen, wie schön das Leben sein kann.
Und ich bin froh, dass ich heute mit ihnen tanzen durfte. Danke Jungs und danke Marie.
"Wir tanzen hier auf einem Vulkan- aber wir tanzen. Was in dem Vulkan gärt, kocht und brauset, wollen wir heute nicht untersuchen, und nur, wie man darauf tanzt." -Heinrich Heine
Tanzen- Das ist wie in der Stille reden. Man sagt so viel, ohne auch nur ein Wort zu verlieren.
Ich tanze inmitten einer Menge. Fremde Gesichter. Freundliche Gesichter. Lachen, Freude, Energie.
Wir halten uns an den Händen.
Sie zeigen mir einen Tanz. Ich bekomme die Schritte nicht hin. Spaß habe ich trotzdem. Den Grössten.
Musik. Fremde Lieder. Rhythmische Lieder. Ich verstehe den Text nicht. Egal. Sie motivieren zum Tanzen, zum Bewegen, zum Glücklich sein. Und ich freue mich, dass sie glücklich sein können. Sie haben bestimmt einiges durchgemacht. In diesen sorgenfreien Gesichtern will ich mir das gar nicht vorstellen. Sie sind doch alle noch Kinder. Sollten noch nichts durchgemacht haben, außer vielleicht ihren ersten Liebeskummer.
Fast zwei Stunden tanzen wir und haben Spaß zusammen. Gerade erst kennengelernt. Gerade mal zwei Worte gewechselt. Haben keine Ahnung, was der andere bisher erlebt hat. Was den anderen beschäftigt. Und trotzdem halten wir uns an den Händen. Lachen einander zu. Tanzen miteinander. Keiner schämt sich, keiner versteckt sich. Alle tanzen wir so, wie wir es wollen. Sind glücklich. Zusammen.
So einfach ist das.
Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob diese Kinder jetzt aus Syrien, Afghanistan oder Deutschland kommen.
Sie haben ein Recht darauf, Kinder sein zu können und sorgenfrei zu tanzen. Genauso wie ich es hatte. Genauso wie ich durch Pfützen tanzen durfte und Schneeengel machen konnte. Sie haben das Recht darauf bei ihrer Familie zu sein und bei ihnen aufzuwachsen. Sie haben das Recht auf eine Kindheit. Niemand darf ihnen diese rauben. Niemand hat das Recht ihren Eltern das Privileg zu entziehen, ihre Kinder aufwachsen zu sehen.
Ich bin so froh, dass es in Regensburg Menschen gibt, die sich für die Rechte der jungen Flüchtlinge aus Krisengebieten einsetzen. Ich bin froh, dass es Gruppen gibt, die sich den Jungs annehmen und ihnen zeigen, wie schön das Leben sein kann.
Und ich bin froh, dass ich heute mit ihnen tanzen durfte. Danke Jungs und danke Marie.
"Wir tanzen hier auf einem Vulkan- aber wir tanzen. Was in dem Vulkan gärt, kocht und brauset, wollen wir heute nicht untersuchen, und nur, wie man darauf tanzt." -Heinrich Heine
Mon métier de rêve...
Traumberufe hat man als Kind viele.
Ich wollte schon ganz früh Prinzessin werden. Nachdem ich den Sissi-Klassiker mit Romy Schneider das erste Mal gesehen hatte, stand fest: Ich will genauso leben und genau diese Kleider tragen. Der Berufswunsch änderte sich mit der Zeit zu einem nicht gerade realistischeren: Sängerin. Ich liebe Musik und gesungen habe ich auch schon bevor ich überhaupt sprechen konnte. Das Leben einer professionellen Sängerin konnte ich mir einfach nicht anders als perfekt vorstellen. Genauso wie das einer Hollywoodschauspielerin. Oder einer berühmten Schriftstellerin. Dann wollte ich Tierärztin werden, weil ich Tiere ja so liebe. Und Hotelfachfrau, weil ich dachte "Da wo andere Urlaub machen zu arbeiten, kann ja nur cool sein."
Und jetzt studiere ich seit zwei Jahren Deutsch-Französische Studien und frage mich, wie es danach weitergehen soll. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß: Von der Arbeit in deutsch-französischen Institutionen, hin zu internationalen Unternehmen, von der EU bis zum Goethe-Institut ist vieles dabei. Viel, was mich interessiert. Viel, was ich mir vorstellen kann. Viel- aber nichts konkretes.
In jeder meiner Bewerbungen schreibe ich, dass ich mich vielseitig begeistern kann. Das stimmt, nur ist das nicht unbedingt positiv.
Mein Praktikum in Berlin im Sommer war toll. Die Firma, die Arbeit, das Team, die Stadt, einfach alles hat zusammen gepasst und ich habe sogar das Angebot wieder zurückzukommen und dort einzusteigen. Obwohl alles so gut gepasst hat, sträube ich mich dagegen mich dafür zu entscheiden. So vieles gibt es, was ich noch nicht ausprobiert habe. Ich kann mich nicht dafür entscheiden, bevor ich nicht weiß, dass es auch wirklich das Richtige ist.
Aber wann weiß ich denn, dass ich genau DAS Richtige gefunden habe?
Und selbst, wenn es nicht gleich das Richtige ist, heißt es ja nicht, dass ich mein ganzes Leben nur einen Job machen werde. Ich meine heutzutage wechseln manche sogar noch mit über 40 ihren Beruf und schulen auf etwas völlig anderes um. Wir arbeiten noch so lange, also warum nicht mehrere Berufe und Branchen ausprobieren?
Ich weiß nicht warum, aber ich brauche immer noch meinen Traumberuf im Kopf, auf den ich hinarbeite. Wenn ich kein abgestecktes Ziel vor Augen habe, renne ich nur mit halb so viel Elan.
Wie kann ich denn ins Ziel kommen, wenn es gar kein Ziel gibt?
Wie schon Konfuzius sagte: "Der Weg ist das Ziel". Ich bin vielleicht noch nicht auf dem richtigen Weg, aber ich habe mich auch noch nicht verlaufen.
Ich wollte schon ganz früh Prinzessin werden. Nachdem ich den Sissi-Klassiker mit Romy Schneider das erste Mal gesehen hatte, stand fest: Ich will genauso leben und genau diese Kleider tragen. Der Berufswunsch änderte sich mit der Zeit zu einem nicht gerade realistischeren: Sängerin. Ich liebe Musik und gesungen habe ich auch schon bevor ich überhaupt sprechen konnte. Das Leben einer professionellen Sängerin konnte ich mir einfach nicht anders als perfekt vorstellen. Genauso wie das einer Hollywoodschauspielerin. Oder einer berühmten Schriftstellerin. Dann wollte ich Tierärztin werden, weil ich Tiere ja so liebe. Und Hotelfachfrau, weil ich dachte "Da wo andere Urlaub machen zu arbeiten, kann ja nur cool sein."
Und jetzt studiere ich seit zwei Jahren Deutsch-Französische Studien und frage mich, wie es danach weitergehen soll. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß: Von der Arbeit in deutsch-französischen Institutionen, hin zu internationalen Unternehmen, von der EU bis zum Goethe-Institut ist vieles dabei. Viel, was mich interessiert. Viel, was ich mir vorstellen kann. Viel- aber nichts konkretes.
In jeder meiner Bewerbungen schreibe ich, dass ich mich vielseitig begeistern kann. Das stimmt, nur ist das nicht unbedingt positiv.
Mein Praktikum in Berlin im Sommer war toll. Die Firma, die Arbeit, das Team, die Stadt, einfach alles hat zusammen gepasst und ich habe sogar das Angebot wieder zurückzukommen und dort einzusteigen. Obwohl alles so gut gepasst hat, sträube ich mich dagegen mich dafür zu entscheiden. So vieles gibt es, was ich noch nicht ausprobiert habe. Ich kann mich nicht dafür entscheiden, bevor ich nicht weiß, dass es auch wirklich das Richtige ist.
Aber wann weiß ich denn, dass ich genau DAS Richtige gefunden habe?
Und selbst, wenn es nicht gleich das Richtige ist, heißt es ja nicht, dass ich mein ganzes Leben nur einen Job machen werde. Ich meine heutzutage wechseln manche sogar noch mit über 40 ihren Beruf und schulen auf etwas völlig anderes um. Wir arbeiten noch so lange, also warum nicht mehrere Berufe und Branchen ausprobieren?
Ich weiß nicht warum, aber ich brauche immer noch meinen Traumberuf im Kopf, auf den ich hinarbeite. Wenn ich kein abgestecktes Ziel vor Augen habe, renne ich nur mit halb so viel Elan.
Wie kann ich denn ins Ziel kommen, wenn es gar kein Ziel gibt?
Wie schon Konfuzius sagte: "Der Weg ist das Ziel". Ich bin vielleicht noch nicht auf dem richtigen Weg, aber ich habe mich auch noch nicht verlaufen.
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Mes bonnes résolutions...
Die guten Vorsätze.
Wie in jedem Jahr, ziehe ich Ende Dezember die Bilanz. Habe ich meine guten Vorsätze eingehalten?
Meistens ist die Antwort: Mehr schlecht als recht.
Aber das hält mich nicht davon ab, mir wieder neue Aufgaben für das kommende Jahr zu geben.
In diesem Jahr möchte ich die Liste mit euch teilen und hoffe, dass dadurch die Motivation sie zu erfüllen noch größer wird.
Wie in jedem Jahr, ziehe ich Ende Dezember die Bilanz. Habe ich meine guten Vorsätze eingehalten?
Meistens ist die Antwort: Mehr schlecht als recht.
Aber das hält mich nicht davon ab, mir wieder neue Aufgaben für das kommende Jahr zu geben.
In diesem Jahr möchte ich die Liste mit euch teilen und hoffe, dass dadurch die Motivation sie zu erfüllen noch größer wird.
- Ich möchte wieder mehr Musik machen. Das "Im Auto oder unter der Dusche- Gesinge" reicht mir nicht mehr. 2016 nehme ich mir vor wieder im Chor zu singen und die Gitarre öfter auszupacken.
- Der Klassiker unter den Vorsätzen: Mehr Sport. In diesem Jahr ist vor allem der Vereinssport dank etlicher Umzüge zu kurz gekommen. Aber auch die Joggingschuhe sollen 2016 wieder mehr ausgeführt werden.
- Mehr Reisen. 2015 war ein gutes Reisejahr und so oder noch besser soll 2016 auch weitergehen.
- Bachelorarbeit schreiben (Was muss, das muss.)
- Endlich einen Plan für die Zeit nach dem Studium machen.
- Mehr Blogposts schreiben.
- Ein neues Hobby anfangen: sportlich, künstlerisch, sozial.. ganz egal. Einfach mal was neues ausprobieren.
- Weniger Serien schauen.
- Mehr Zeit in der Natur mit dem Hund verbringen.
- Mehr Zeit in kulturelle Aktivitäten investieren. Öfter mal ins Museum, ins Theater oder in die Oper gehen.
- Kulinarisch mehr ausprobieren. Sei es beim Essen gehen oder beim selber kochen. Ich muss mutiger werden in der Zutatenwahl und öfter mal zum Kochlöffel greifen.
- Das Leben genießen. (Einfach nur, weil man einen Punkt braucht, den man sicher abarbeiten kann. Fürs Erfolgsgefühl.)
Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Jahr 2016!
Dienstag, 29. Dezember 2015
Tout...
Dieses Jahr war und hatte alles.
Höhen und Tiefen. Glücksmomente und Krisen.
Das Jahr 2015 war gezeichnet von Attentaten, Terror, Krisen. Aber es wurde auch verhandelt, Abkommen wurden unterschrieben, Kompromisse wurden geschlossen, es wurde geredet und versöhnt. Auch in der Promiwelt gab es Trennungen und Hochzeiten, royale und nicht ganz so königliche Nachkommen.
Meine persönliche Bilanz des Jahres 2015 enthält auch ein bisschen was von allem:
Ich habe mich gefreut, ich habe geweint. Bin gesprungen und gefallen. Ich hatte Glück und Pech. Und Glück im Unglück. Ich bin gereist, habe neue Orte kennengelernt, mich selbst neu kennengelernt. Ich weiß mehr über das Leben und mehr über mich, als noch vor einem Jahr.
Neue Menschen haben sich in mein Leben geschlichen und haben jetzt ihren Platz darin eingenommen. Manche für längere Zeit, andere vielleicht nur auf der Durchreise.
Andere haben sich aus meinem Leben stillschweigend verabschiedet. Mancher Abschied war tränenreich und schwer. Aber ich will niemanden in meinem Leben, der dort nicht sein will.
Ganz andere sind in meinem Leben geblieben. Sie haben ihren Platz verteidigt gegen Distanz, Bequemlichkeit und Stress und ihn sich somit verdient.
Und wieder andere haben ihren Weg zurück in mein Leben gefunden. Plötzlich ist man sich wieder so nah wie früher und dann weiß man gar nicht mehr, warum man auf einmal weg war.
Ich bin dankbar für all diese Freundschaften, die neuen und die alten. Merci.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich stolz auf 2015 bin. Ich habe mein Auslandsjahr und ein Praktikum in Berlin erfolgreich gemeistert. Ich stehe jetzt im fünften Semester und gehe mit großen Schritten auf die Bachelorarbeit zu. Wir haben die Zeit der Fernbeziehung überstanden und sind uns näher als zuvor. Ich schaffe es mit allen meinen Lieben den Kontakt zu halten und ihnen so viel Zeit wie möglich zu schenken. Ich habe drei Punkte meiner Bucket-List abgearbeitet. Ich bin 21 geworden und habe nicht geweint oder mich großartig über mein Alter beklagt. Ich bin ein bisschen erwachsener geworden, wenn auch nur ein ganz kleines Bisschen.
Ich freue mich auf 2016. Auf Brüssel, mein letztes Semester in Regensburg und das Ungewisse, das danach kommt. Ich freue mich auf neue und alten Gesichter und auf Erlebnisse. Marmeladenglasmomente.
Auf einfach Alles.
Höhen und Tiefen. Glücksmomente und Krisen.
Das Jahr 2015 war gezeichnet von Attentaten, Terror, Krisen. Aber es wurde auch verhandelt, Abkommen wurden unterschrieben, Kompromisse wurden geschlossen, es wurde geredet und versöhnt. Auch in der Promiwelt gab es Trennungen und Hochzeiten, royale und nicht ganz so königliche Nachkommen.
Meine persönliche Bilanz des Jahres 2015 enthält auch ein bisschen was von allem:
Ich habe mich gefreut, ich habe geweint. Bin gesprungen und gefallen. Ich hatte Glück und Pech. Und Glück im Unglück. Ich bin gereist, habe neue Orte kennengelernt, mich selbst neu kennengelernt. Ich weiß mehr über das Leben und mehr über mich, als noch vor einem Jahr.
Neue Menschen haben sich in mein Leben geschlichen und haben jetzt ihren Platz darin eingenommen. Manche für längere Zeit, andere vielleicht nur auf der Durchreise.
Andere haben sich aus meinem Leben stillschweigend verabschiedet. Mancher Abschied war tränenreich und schwer. Aber ich will niemanden in meinem Leben, der dort nicht sein will.
Ganz andere sind in meinem Leben geblieben. Sie haben ihren Platz verteidigt gegen Distanz, Bequemlichkeit und Stress und ihn sich somit verdient.
Und wieder andere haben ihren Weg zurück in mein Leben gefunden. Plötzlich ist man sich wieder so nah wie früher und dann weiß man gar nicht mehr, warum man auf einmal weg war.
Ich bin dankbar für all diese Freundschaften, die neuen und die alten. Merci.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich stolz auf 2015 bin. Ich habe mein Auslandsjahr und ein Praktikum in Berlin erfolgreich gemeistert. Ich stehe jetzt im fünften Semester und gehe mit großen Schritten auf die Bachelorarbeit zu. Wir haben die Zeit der Fernbeziehung überstanden und sind uns näher als zuvor. Ich schaffe es mit allen meinen Lieben den Kontakt zu halten und ihnen so viel Zeit wie möglich zu schenken. Ich habe drei Punkte meiner Bucket-List abgearbeitet. Ich bin 21 geworden und habe nicht geweint oder mich großartig über mein Alter beklagt. Ich bin ein bisschen erwachsener geworden, wenn auch nur ein ganz kleines Bisschen.
Ich freue mich auf 2016. Auf Brüssel, mein letztes Semester in Regensburg und das Ungewisse, das danach kommt. Ich freue mich auf neue und alten Gesichter und auf Erlebnisse. Marmeladenglasmomente.
Auf einfach Alles.
![]() |
| 2015 |
Freitag, 25. Dezember 2015
L'harmonie...
Harmonie.
Das ist das Wort, mit dem ich meine diesjährige Weihnachtsfeier am besten beschreiben kann.
Nachdem es in den letzten Jahren schon das ein oder andere mal ein bisschen weniger harmonisch zugegangen ist, war das in diesem Jahr eine schöne Abwechselung.
Meine Erwartungen an Weihnachten waren in diesem Jahr von vornherein sehr niedrig. Es hatte immer um die 12°C und das Jahr ging einfach viel zu schnell vorbei.
Deshalb war ich gestern perplex als ich den Weihnachtsbaum schmückte und mich dabei das typisch weihnachtliche Fernsehen berieselte.
Ich wollte unbedingt in Weihnachtsstimmung kommen, aber es hat dieses Jahr einfach nicht geklappt.
Und trotzdem war es ein harmonisches Fest. Mit gutem Essen, witzigen Spielrunden, mit meiner Familie, mit guten, alten Freunden, mit meinem Freund und dem traditionellen Kirchenbesuch.
Auch am heutigen, ersten Feiertag ging es entspannt und harmonisch weiter. Ausschlafen, faul sein, Filme gucken, Bücher lesen, Spaziergänge machen...
Dafür ist diese Zeit genau die richtige. Und auch wenn es viel zu warm, zu früh und zu unerwartet kam, ist mir dieses Weihnachten doch sehr willkommen.
Diese Harmonie habe ich gebraucht.
Ich bin nach dem stressigen Jahr 2015, das so viel mit sich brachte, endlich einmal wieder zuhause angekommen. Ich habe endlich einmal nicht 1000 Dinge im Kopf, die ich jetzt sofort machen muss. Muss nicht von Ort zu Ort hetzen und bei jedem Event dabei sein. Und selbst wenn, es ist Weihnachten. Der Stress kommt auch von selbst wieder.
Jetzt kann ich endlich mal wieder einen Blogpost schreiben. Meine Gedanken ordnen. Pläne machen.
Ich wünsche allen harmonische Weihnachten 2015!
Das ist das Wort, mit dem ich meine diesjährige Weihnachtsfeier am besten beschreiben kann.
Nachdem es in den letzten Jahren schon das ein oder andere mal ein bisschen weniger harmonisch zugegangen ist, war das in diesem Jahr eine schöne Abwechselung.
Meine Erwartungen an Weihnachten waren in diesem Jahr von vornherein sehr niedrig. Es hatte immer um die 12°C und das Jahr ging einfach viel zu schnell vorbei.
Deshalb war ich gestern perplex als ich den Weihnachtsbaum schmückte und mich dabei das typisch weihnachtliche Fernsehen berieselte.
Ich wollte unbedingt in Weihnachtsstimmung kommen, aber es hat dieses Jahr einfach nicht geklappt.
Und trotzdem war es ein harmonisches Fest. Mit gutem Essen, witzigen Spielrunden, mit meiner Familie, mit guten, alten Freunden, mit meinem Freund und dem traditionellen Kirchenbesuch.
Auch am heutigen, ersten Feiertag ging es entspannt und harmonisch weiter. Ausschlafen, faul sein, Filme gucken, Bücher lesen, Spaziergänge machen...
Dafür ist diese Zeit genau die richtige. Und auch wenn es viel zu warm, zu früh und zu unerwartet kam, ist mir dieses Weihnachten doch sehr willkommen.
Diese Harmonie habe ich gebraucht.
Ich bin nach dem stressigen Jahr 2015, das so viel mit sich brachte, endlich einmal wieder zuhause angekommen. Ich habe endlich einmal nicht 1000 Dinge im Kopf, die ich jetzt sofort machen muss. Muss nicht von Ort zu Ort hetzen und bei jedem Event dabei sein. Und selbst wenn, es ist Weihnachten. Der Stress kommt auch von selbst wieder.
Jetzt kann ich endlich mal wieder einen Blogpost schreiben. Meine Gedanken ordnen. Pläne machen.
![]() |
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Une lumière dans la nuit...
Bald, sehr bald schon ist Weihnachten.
Noch nie war ich so wenig in Weihnachtsstimmung wie in diesem Jahr.
Ich habe sowieso das Gefühl das Jahr ist wie im Zeitraffer an mir vorbeigesaust.
Gerade noch war ich in Frankreich, Bangkok, Berlin. Es ist viel passiert. Viel Schönes. Viel Schreckliches. Meine Stimmung wird überschattet von Terrorismusdebatten und Flüchtlingskrisen.
Ich habe noch kein Geschenk. Keine Lust in einen Laden zu gehen und auf Zwang etwas für meine Liebsten zu kaufen. Natürlich beschenke ich sie gerne. Aber dafür brauche ich eine zündende Idee und die blieb dieses Jahr aus.
Ist es denn wirklich so essentiell ihnen pünktlich an Weihnachten etwas zu schenken? Kann ich es nicht machen, wenn mir danach ist? Muss das unter einem Baum mit Kugeln und Kerzen passieren? Müssen wir für einen Abend unsere Diskussionen und Streits aussetzten, nur um Weihnachten schön und harmonisch zu gestalten?
Ich habe mich schon oft als Verfechter von Traditionen geoutet. Ich liebe Weihnachten, weil es zwar jedes Jahr doch einen kleinen oder auch größeren Streit gibt, aber wir trotzdem mal wieder zusammen sind. Zusammensitzen. Familie. Wiedersehen. Natürlich auch Geschenke.
Letztes Jahr habe ich mich auf nichts mehr gefreut als ein Weihnachten Daheim nach so vielen Monaten in der Ferne.
In diesem Jahr will diese Freude noch nicht so recht aufkommen. Ich bin überrumpelt, dass heute schon der 2. Dezember ist.
Ich habe einfach keine Lust auf den kommerziellen Weihnachtsstress.
Die Diskussion über den Geist der Weihnacht ist so alt, wie die Sache selbst, aber gerade dieses Jahr bräuchten wir diesen Geist besonders. Ich spreche nicht von Christkind, Nikolaus, Santa Claus usw. sondern von der Verbundenheit, Wärme und dem Licht, das wir einander in diesem Jahr zu Weihnachten schenken sollten.
In diese graue Welt, die mit Krieg und Hass geplagt wird, sollten wir endlich einmal wieder ein bisschen Liebe und Wärme bringen. Ein Licht in der Dunkelheit.
Und es ist genau dieser Gedanke, der mich allmählich in Weihnachtsstimmung bringt.
Noch nie war ich so wenig in Weihnachtsstimmung wie in diesem Jahr.
Ich habe sowieso das Gefühl das Jahr ist wie im Zeitraffer an mir vorbeigesaust.
Gerade noch war ich in Frankreich, Bangkok, Berlin. Es ist viel passiert. Viel Schönes. Viel Schreckliches. Meine Stimmung wird überschattet von Terrorismusdebatten und Flüchtlingskrisen.
Ich habe noch kein Geschenk. Keine Lust in einen Laden zu gehen und auf Zwang etwas für meine Liebsten zu kaufen. Natürlich beschenke ich sie gerne. Aber dafür brauche ich eine zündende Idee und die blieb dieses Jahr aus.
Ist es denn wirklich so essentiell ihnen pünktlich an Weihnachten etwas zu schenken? Kann ich es nicht machen, wenn mir danach ist? Muss das unter einem Baum mit Kugeln und Kerzen passieren? Müssen wir für einen Abend unsere Diskussionen und Streits aussetzten, nur um Weihnachten schön und harmonisch zu gestalten?
Ich habe mich schon oft als Verfechter von Traditionen geoutet. Ich liebe Weihnachten, weil es zwar jedes Jahr doch einen kleinen oder auch größeren Streit gibt, aber wir trotzdem mal wieder zusammen sind. Zusammensitzen. Familie. Wiedersehen. Natürlich auch Geschenke.
Letztes Jahr habe ich mich auf nichts mehr gefreut als ein Weihnachten Daheim nach so vielen Monaten in der Ferne.
In diesem Jahr will diese Freude noch nicht so recht aufkommen. Ich bin überrumpelt, dass heute schon der 2. Dezember ist.
Ich habe einfach keine Lust auf den kommerziellen Weihnachtsstress.
Die Diskussion über den Geist der Weihnacht ist so alt, wie die Sache selbst, aber gerade dieses Jahr bräuchten wir diesen Geist besonders. Ich spreche nicht von Christkind, Nikolaus, Santa Claus usw. sondern von der Verbundenheit, Wärme und dem Licht, das wir einander in diesem Jahr zu Weihnachten schenken sollten.
In diese graue Welt, die mit Krieg und Hass geplagt wird, sollten wir endlich einmal wieder ein bisschen Liebe und Wärme bringen. Ein Licht in der Dunkelheit.
Und es ist genau dieser Gedanke, der mich allmählich in Weihnachtsstimmung bringt.
Abonnieren
Posts (Atom)



